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Our own private Music Hackday

Alles gebucht, alles gepackt, alle Zeiten eingehalten, und dann: Schnee, Schnee, Schnee. So saßen Jan, Michael und ich am Freitag Abend in Lübeck und mussten den Music Hackday in Stockholm fahren lassen. "Flight diverted", a.k.a. three guys stuck in Germany.

Weil aber schnell klar war, dass wir trotzdem Musik hacken wollen, haben wir uns kurzentschlossen am Samstag und Sonntag in unserem Büro zusammengesetzt und ein wenig Hackery betrieben. Here is what we came up with:

Neben dem allfälligen Pairing und Googling konnte ich immerhin zu AMIE (hoffentlich) Substantielles beitragen: die Idee, den Synthesizer mit Echonest-Daten zu füttern, ein quasimusikalisches Verfahren zur Harmonisierung und ein wenig Style (Neue Helvetica und ein Grid, natürlich). Ergebnis: Eine MicroApp, die jeden Song (sofern bei Echonest bekannt) in eine "Musikschüler spielt Kirchenorgel, begleitet von einem wackligen Metronom"-Version konvertiert. Klingt nerdy, ist es auch.

Achtung: The really nerdy part. Und so funktioniert's: Wir nehmen die Segmente, die Echonest aus einem Song extrahiert, streichen ausgehend vom dominanten Ton jedes Segments rekursiv alle Disharmonien, fügen einen Metronom-Click hinzu, den wir aus Echonests Beat-Daten ableiten, und rendern das ganze über Jans JavaScript-Synthesizer. Im besten Fall hört man dann die harmonische Struktur des Songs (Erkenntnisgewinn!) - ansonsten gibt's ein wenig Bach, Free Jazz und Pseudo-Stockhausen for free. Wonders of algorithmism.

Am Ende haben wir das Ganze remote via Screencast präsentiert, Applaus bekommen, und, ja, wir tragen uns mit der Hoffnung, doch noch zwei der (darf man das noch sagen?) endcoolen Echonest-Tracksuits zu bekommen. Irgendwie.

P.S.: Lerneffekt: Musik nicht zu visualisieren kann auch befriedigend sein. Und: Remote hacking has claim to fame potential.

Coworking Hamburg: Nägel mit Köpfen

Seit genau 105 Tagen treiben wir das Thema "Ein Coworking Space für Hamburg" voran - und seit gestern wissen wir, wie er aussehen wird. Wir sind ein bisschen aufgeregt.

Folgendes steht fest:

  1. Wir werden den Coworking Space zusammen mit den großartigen Menschen vom betahaus Berlin betreiben. Naheliegend daher: Der Hamburger Coworking Space wird betahaus Hamburg heißen.
  2. Wir sprechen mit der STEG über ein lagetechnisch, architektonisch und preislich wahnsinnig attraktives Gebäude für den Space - liegen soll es hier, gebaut werden muss es aber noch. Zieltermin ist Frühjahr 2011.
  3. Für die Zwischenzeit werden wir einen kleineren, provisorischen Space eröffnen (Arbeitstitel: alphahaus Hamburg), Räumlichkeiten so Gott will ebenfalls aus Händen der STEG. Zieltermin ist Jahresmitte 2010.
  4. Um das alles zu stemmen, werden wir in den nächsten Tagen die Betreibergesellschaft konstituieren.

Das alles beschlossen in der Vollversammlung der Hamburger Coworking-Aktivisten, inkl. kritischer Fragen und ganz ohne lengthy discussions. Wenn alles so wird wie das: wird alles sehr gut.

Und jetzt sagt: Was haltet ihr von unserem Plan?

P.S.: And because no Coworking Space is an island: Ende Februar gibt's hier in Hamburg den Coworking Hackday, um was Tolles mit Internet zu machen, von dem alle (vorerst: deutschsprachigen) Coworking Spaces profitieren. Kommet zuhauf!